Realisierung

Pädagogische Umsetzung

  • Differenzierte Förderung auf eine zeitlich begrenzte Beschäftigung in einer Kleingruppe. Die Kinder erfahren dadurch auch eigene Grenzen. Sowie das ihr Tun Folgen hat, Folgen für die Gemeinschaft: gute, wie auch schlechte. In diesen Kleingruppen können Leistungsgebiete gezielt gesucht und erprobt werden.
  • Das pädagogische Fachpersonal verabschiedet sich von der Vorstellung immer und zu jeder Zeit Ansprechpartner für die Gesamtgruppe zu sein.
  • Gezielte Aktivität mit einer festen Kleingruppe in der Woche von 30 – 45 Minuten in einem gesonderten Raum. Die daraus erfahrbaren Erfolgserlebnisse sichern das weitere Interesse der Kinder an Naturwissenschaften, Sprache, Musik. Sie entdecken,daß hinter den Geheimnissen der Dinge eine Erklärung, oder ein Erklärungsversuch steckt.
  • Die gezielte Förderung orientiert sich an den Bedürfnissen und dem Unterstützungsbedarf der Kinder. Kinder erfahren, dass man zwischen verschiedenen Wegen wählen kann. Sie erlernen eine Hochachtung und Wertschätzung der Dinge der Umwelt.
  • Die Aufteilung der Gesamtgruppe der Kinder in diverse Kleingruppen mit unterschiedlichen Themenbereiche sind als Kursangebote für die jeweiligen Kinder in den jeweiligen Kleingruppen verbindlich.
  • Dieses verbindliche Kursangebot beinhaltet einen starken und regen Austausch der Erzieherinnen über Themenbereiche, das Verhalten der Kinder mit dem Thema, das Verhalten des jeweiligen Kindes zu den anderen Kindern in der Gruppe, wie auch das Verhalten des Kindes zu der Erzieherin.
  • Hilfreich dazu sind die angelegten Fragebögen, die von den Erzieherinnen ausgefüllt wird. Es ist eine Art Up-Date, ein Vergleichprotokoll, eine Beobachtungshilfe und auch Reflexion der Erzieherin mit dem Thema und dem betreffendem Kind.
  • Als zusätzliches Hilfsmittel zur Beobachtung und Reflexion dienen Kassettenrecorder als Aufnahmegeräte, wie auch Videos.
  • Als ganz zentrales Element in der Konzeption des Träger 55 e.V. wird demnach auch die Supervision der Mitarbeiter als Einzelne, wie auch als Gesamtgruppe gesehen.

Zweitspracherwerb - Pädagogische Umsetzung

  • Konsequentes Trennen der Sprache: „eine Person – eine Sprache“.
  • Natürlicher, ungesteuerter Zweitspracherwerb: die zweite Sprache wird in alltäglichen und natürlichen Handlungssituationen erworben. Die Kinder lernen anschaulich und konkret unter starker Beteiligung aller Sinne.
  • Das Sprachverhalten der Erzieherinnen erhält eine zentrale Rolle: Freude am Sprechen, das Sprechen mit deutlicher Mimik, Gestik und Körpersprache untermalen.
  • Erzieherin als Sprachvorbild: kurze, vollständige und grammatikalisch richtige Sätze sprechen und damit immer korrekte Satzmuster anbieten.
  • Die Erzieherin soll das eigene Handeln sprachlich begleiten.
  • Gefühlsäußerungen der Kinder sollen aufgegriffen und benannt werden.
  • Den Kindern soll für ihre verbalen Äußerungen ihre eigene Zeit gelassen werden.
  • Um den Kindern die Vollwertigkeit des Gesprächsgegenüber zu vermitteln ,soll bei Gesprächen auf deren Augenhöhe Blickkontakt hergestellt werden.
  • Ein gepflegter Umgangston ohne Kommandosprache soll in der Einrichtung gesprochen werden.
  • Jedes Kind soll persönlich mit Namen begrüßt und verabschiedet werden.
  • Auch die Eltern sollen begrüßt und verabschiedet werden. Eine Abgrenzung von Seiten der Erzieherinnen zu den Eltern ist unerwünscht.
  • Wert gelegt wird, dass Kinder wie auch Erzieherinnen auf Höflichkeitsformeln in der Sprache, wie „Bitte, Danke, den Begriff des „möchtens“ anstatt des „wollens“, achten.

Ausgewählte Aktivitäten zur Unterstützung des Zweitspracherwerbes

  • Spiele und Aktivitäten aus dem Bereich der Wahrnehmung- und Bewegungsförderung
  • Bilderbuchbetrachtung
  • Vorlesen und Erzählen von Geschichten
  • themenorientierte Sprachförderung
  • akustische Wahrnehmung
  • Lieder, Reime, Gedichte
  • Kreis-, Sing-, und Fingerspiele
  • Kleine Kochkurse mit Landesspezialitäten

Essenszeit

Frühstück
  • Das Frühstück wird mit den Kinder zusammen mit einer Hausangestellten in der Küche als Buffet vorbereitet. Die Frühstückszeit beginnt um 8.00 Uhr und endet um 10.00 Uhr. In dieser Zeit haben die Kinder die freie zeitliche Wahl ihr Frühstück zusammen zu stellen und am Tisch einzunehmen. Die Hausangestellte ist als Hilfe im Handling (Schmieren, Schneiden etc.) für die Kinder tätig.
  • Für Snacks, Gemüse, Obst, Tee und Wasser sorgen die Stadtstrolche.

Mittagszeit
  • Das Mittagessen wird pünktlich um 12.00 Uhr warm vom Martorelli-Catering angeliefert.
  • Auf besonderen Wunsch, speziell bei Nahrungsmittelallergien und Neurodermitis, wird ein eigens für das Kind abgestimmtes und zubereitetes Menü geliefert.

Musikalische Früherziehung

Im ersten Jahr ist geplant, mit kleinen Liedern und Singspielen die Freude der 3- bis 4-Jährigen an der Musik zu wecken. Die Kinder lernen, dass sie auch ohne ihre Stimme mit Rhythmus-instrumenten oder dem eigenen Körper Musik erzeugen können. Ab dem zweiten Jahr wird spielerisch in die Grundzüge der Musik eingeführt:

  • Bewegung zur Musik
  • Rhythmik
  • Notenlesen
  • Schulung des Gehörs

Zur Unterstützung der Zweitsprache werden Landesmusiken vorgestellt, gesungen und mitgespielt.

Spielerischer Sport und Tanz

  • Die motorische Erfahrung hängt eng mit der kognitiven Entwicklung zusammen
  • Körperbewusste Tanzspiele.
  • Turnen als Gleichgewichtstraining.
  • Den Körper als Sprache verstehen.
  • Sport und Tanz zum körperlichen Ausgleich.
  • Wohlgefühl.
  • Zur Unterstützung der Zweitsprache sollen entsprechende Tänze getanzt werden. Hintergrundinformationen über das WIE, Warum dieser Tanz, sollen mitgeteilt werden. (z.B. Hochzeitstanz)